.: Hundeschule – Verhaltensberatung :.

.: Tierpsychologin mit der Spezialisierung Hund :.

Übungsablauf

Training mit dem Hund

Es ist logisch und einsehbar, dass ein effektives Training sowohl dem Hund als auch dem Hundeführer Spaß machen muss. Nur dann wird es regelmäßig von beiden durchgeführt. Mit der Regelmäßigkeit stellen sich die Erfolge dann als logische Konsequenz ein. Die Motivation ist also nicht zu vernachlässigen, sondern vielmehr ein entscheidendes, wenn nicht sogar DER entscheidende Impuls für eine erfolgreiche Erziehung. Aus diesem Grund sollten wir nur dann mit unserem Hund üben, wenn wir wirklich den Kopf frei haben und uns für einen kurzen Zeitraum nur auf unseren Hund und das gemeinsame Training konzentrieren können. Spüren Sie, dass Sie unkonzentriert, abgespannt oder gereizt sind, sollten Sie auf das Training lieber verzichten.

Vor der Übung: Triebabbau

Ein Hund, der den ganzen Tag in der Wohnung oder sogar im Zwinger war und dann ins Freie kommt, ist nicht sofort trainingsbereit. Schließlich hat er sich den ganzen Tag ausgeruht und strebt nun nach neuen Sinneseindrücken. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, die Trainingseinheit mit einem Spaziergang zu beginnen. Der Hund sollte sich ausreichend bewegen können und sich vor den Übungen gelöst haben. Erst, wenn der Hund Gelegenheit hatte, sein Laufbedürfnis zu befriedigen, macht Training Sinn.

Training geschieht mit leerem Magen

Grundsätzlich sollte das Training VOR der Fütterung durchgeführt werden. Dies hat zwei Gründe. Der erste Grund ist, dass ein vollgefressener Hund durch starke Bewegungen eine Magendrehung erleiden kann. Rassen mit großvolumigem Brustkorb sind besonders gefährdet. Eine Magendrehung macht immer das sofortige Eingreifen eines Tierarztes erforderlich und endet dennoch oft tödlich.
Der zweite Grund ist, dass ein hungriger Hund sehr leicht mit Leckerchen motiviert werden kann. Und Motivation ist für das Training, wie oben schon geschrieben, der entscheidende Impuls.

Zwei kurze Trainingseinheiten täglich

In der Kürze liegt die Würze! Es ist was dran, an der alten Bauernweisheit. Die Aufmerksamkeit von Hunden erlischt in der Regel nach maximal 15 Minuten. Hierbei gibt es natürlich noch bedeutende, teilweise rassenspezifische Unterschiede. Ausgesprochene Arbeitshunde wie Border Collies können vom Training gar nicht genug bekommen und verkraften spielend längere und öftere Trainingseinheiten – und fordern diese teilweise sogar ein. Phlegmatische und eher ruhige Hunde können mit 10 Minuten bereits ausgelastet sein. Trainieren Sie täglich 5 – 10 Minuten, auf dem Spaziergang, zu Hause, im Garten, bei Freunden, in der Stadt usw. Der Erfolg stellt sich so wesentlich schneller ein.

Positiv beenden

Eine Trainingseinheit sollte immer ein positives Ende finden! Der Hund sollte ein Erfolgserlebnis in diesen 10 Minuten haben und dafür ausgiebig gelobt werden. Hat der Hund dieses Erfolgserlebnis nicht, so macht nicht der Hund einen Fehler, sondern der Hundeführer. Drosseln Sie Ihre Erwartungen und zerlegen Sie das Erziehungsziel in verschiedene kleine Ziele. Erwarten Sie nicht sofort, dass der Hund komplexe Bewegungsabläufe ausführt, sondern starten Sie mit kleinen Teilschritten. Wie genau Sie das machen, zeige ich Ihnen in meiner Hundeschule.

Kommentare sind deaktiviert.